Fremdsprachen zu beherrschen gehört zu den Kernkompetenzen von Führungskräfen und MitarbeiterInnen in Schlüsselpositionen.
Fremdsprachenkompetentz - unverzichtbar für die internationale Karriere
Fremdsprachen haben im Berufsleben eine immer größere Bedeutung. Bei zwei sehr guten Bewerbungsschreiben gewinnt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Person, die mehr Sprachen kann. Denn Sprachkenntnisse zeigen auch, dass eine Person Neuem gegenüber offen ist. Fremdsprachen haben auch einen Einfluss auf den Monatslohn: je nach Einsatzbereich kann es durchschnittlich 300 Euro mehr Monatslohn bringen.
Wie hat sich die Bedeutung von Fremdsprachen in Österreich verändert?
Für Englisch gilt: Während früher das «First Certificate» als Minimum verlangt wurde, bewegen sich die Erwartungen heute für viele Berufe in Richtung C-Niveau und somit auf die dritte und höchste Stufe des internationalen Referenzrahmens. In internationalen Firmen, die in Österreich und CEE ihren Hauptsitz haben, beobachten wir zudem eine interessante Tendenz: Mehrsprachigkeit ist heute eine zentrale Erwartung, womit nicht nur die Sprache gemeint ist. Mitarbeitende müssen neben den Sprachkenntnissen zunehmend auch ein kulturelles Wissen mitbringen. Wo kulturelle Aspekte stark gewichtet werden, kann neben Englisch und der Landessprache auch eine exotische Muttersprache wie Albanisch von Vorteil sein, selbst wenn diese im Beruf nicht gebraucht wird. Man vermutet, dass sich solche Personen gut in einem multikulturellen Umfeld bewegen können.
Welches sind heute die wichtigsten Fremdsprachen?
Nach wie vor sind dies primär Englisch, Französisch und Spanisch. Im Bau- und Produktionssektor sind natürlich Sprachen wie Türkisch oder slawische Sprachen wichtig. Von Teamleitern werden in diesem Sektor in den letzten Jahren primär Kompetenzen in einer Landessprache verlangt und nicht mehr wie früher in den Muttersprachen der Mitarbeitenden. Tendenziell gilt: Je höher die Hierarchiestufe, desto mehr Sprachen sollte man sprechen und verstehen.
Sind grundsätzlich mündliche oder schriftliche Kompetenzen wichtiger?
Das ist stark vom Sektor, Kompetenzniveau und den Kommunikationskanälen abhängig. Für die Korrespondenz auf elektronischem Weg stehen uns heute neben den Korrekturprogrammen immer mehr Vorlagen zur Verfügung. Durch diese Vereinfachung werden die schriftlichen Anforderungen zum Teil reduziert. Andererseits verlangen Firmen heute eine fehlerfreie Kommunikation als Teil des Images, und durch Social Media werden Fehler heute viel schneller und breiter bekannt. Deshalb ist in manchen Bereichen mehr schriftliche Perfektion verlangt als früher.
Wie sind die Sprachkompetenzen der Arbeitnehmer einzuschätzen?
Die Sprachkompetenzen haben sich verschoben. Die Schere zwischen Personen, die gute, und solchen, die weniger gute Fremdsprachenkenntnisse haben, öffnet sich nach unseren Beobachtungen immer weiter. Bei Personen, die Fremdsprachen als wichtig einschätzen – oftmals Hochschulabgänger – haben sich die Kenntnisse deutlich verbessert. Auf der anderen Seite gibt es heute Leute, die wenig Wert auf Fremdsprachen legen. Das ist gefährlich, weil Sprachkenntnisse bei einer Bewerbung die Differenz ausmachen können.
Wie fördern die Betriebe die Sprachkompetenzen ihrer MitarbeiterInnen?
Da gibt es auf jeden Fall Nachholbedarf. Je grösser eine Firma ist, desto mehr kann sie in die Mitarbeitenden investieren, doch Weiterbildung ist nicht immer nur eine Kostenfrage, sondern oft eine Frage der Firmenkultur. Heute bestehen immer mehr Möglichkeiten, Sprachen sehr kostengünstig zu lernen, zum Beispiel über Online-Kurse. Unternehmen sollten ihre Mitarbeitenden besser über solche Kurse informieren oder diese zur Verfügung stellen.
Wo und bei wem gibt es Handlungsbedarf?
Sprachen sollten weniger trocken vermittelt werden. Denn Sprachen lernt nur, wer Spaß daran hat. Mit der Sprache sollte man immer auch die Kultur dahinter vermitteln. Bei MHC bieten wir beispielsweise für Schüler Sprachreisen nach England an, wo Schüler auch ein Training bei einem Fußballclub absolvieren können. Das ist ein toller Weg, um kulturelle Unterschiede kennenzulernen und sich über diese mit Einheimischen auszutauschen. Doch solche Projekte erfordern viel Zeit, Energie und persönliche Motivation.
MHC Training genießt als starker, global agierender Partner unser volles Vertrauen. Der richtige Partner für T-Systems als weltweit präsenter Konzern. Diese Partnerschaft basiert auch auf der amikalen Zusammenarbeit mit Mark Heather, wie zwei der Schulungsteilnehmer bestätigen: Sprachtraining mit unserem Trainer ist wie gemütliches Plaudern mit Freunden. Weil er sympathisch ist und positives Charisma ausstrahlt!
Christoph Stütz
CIO, T-Systems Austria






